Erfahrungsbericht Mitarbeitergespräche (MAG 4.0)

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Exzerpt aus einem Interview mit einem langjährigen Anwender der Mitarbeitergesprächs-Methode time2talk®.

Das betreffende Unternehmen bleibt hier anonymisiert. Der Name des Unternehmens (hier als KMU tituliert) kann bei Interesse und in Abstimmung mit dem ehem. geschäftsführenden Gesellschafter offengelegt bzw. ein Kontakt hergestellt werden.

Rahmendaten zum KMU:

Branche:                 Apparate-/Maschinenbau

Umsatz:                  > 12 Mio. €

Umsatzrendite:         ≥ 20 %

Mitarbeiteranzahl:     ≥ 60

Besonderheit:           vielfach ausgezeichnet

Interview geführt: 03-2022

Interviewer des ehem. geschäftsführenden Gesellschafters der KMU: Norbert W. Schätzlein

Der besseren Lesbarkeit halber wurde das generische Maskulinum verwendet. Selbstverständlich sollen sich alle Geschlechter angesprochen fühlen.

Ausgangssituation: (in Stein gemeißelt)Zielvereinbarungsgespräche werden ausnahmslos mit jedem einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen geführt (Azubis: siehe Anlage)
Ziel der Geschäftsführung:Wir wollen möglichst effizient zu unseren Zielvereinbarungen gelangen.
Tenor des Geschäftsführers:„Ich will das und dabei geht es stets um Effizienz.“
Methodik:MAG 4.0, time2talk, www.siris-systeme.de
Zweck des Tools time2talkEffizienzsteigerung durch Vorbereitung und SB-FB-Abgleich zur jährlich wiederkehrenden Frage: Was haben wir (bzw. jeder einzelne) erreicht oder nicht erreicht? Das Tool unterstützt das Face-to-Face-Gespräch, ersetzt es aber nicht.
Wer ist Promotor/ Sponsor im Prozess?Geschäftsführer („sein Baby“ / inneres Anliegen / Herzenssache)
Worauf legen wir im Prozess wert?Führungskräfte werden alle am System geschult und leiten – bei Bedarf – ihre Mitarbeiter selbst an (z.B. im produktiven Bereich und insbes. bei Mitarbeitern mit Hemmschwellen oder sprachlichen Hürden)
Ziel beim Prozess des Ausfüllensunverkrampfte, spielerisch leichte Herangehensweise praktizieren; und immer wieder Hilfestellung anbieten
Hinweis zum Ausfüllen und WordingKlicken Sie aus dem Bauch heraus an und denken Sie nicht lange nach. Es werden keine Noten vergeben.
Selbstverständnis im Umgang mit dem Tool und den Ergebnissen1. Jeder hat ein Recht auf sein Selbstbild (ganz egal wie dieses ausfällt). 2. Jede Führungskraft hat von ihren Mitarbeitern ein Fremdbild im Kopf und visualisiert es hier systemgestützt. 3. Wir gehen immer entspannt ins persönliche Gespräch. Auch schon deshalb, weil alles im System dokumentiert ist. 4. Wording-Bsp.: „Wie erleben Sie sich und wie erlebt das Unternehmen Sie?“ 5. Die Fragen/Aussagen im System sensibilisieren Führungskräfte übers Jahr hinweg achtsam zu sein und zu registrieren, wie sich der Mitarbeiter entwickelt. [ Überraschungen bleiben in der Folge aus. 6. Wir freuen uns im Gespräch, wenn die Einschätzungen SB/FB beieinander liegen und greifen auf, wo Abweichungen bestehen. Abweichungen sind stets eine Option unsere Wahrnehmungen abzustimmen und geg.falls auch dieses zu korrigieren (beidseitiges Erfolgserlebnis für Annäherung und Verständnis). 6.1 Wir sammeln regelrecht Effekte, wie: (MA zur Führungskraft) „Ich habe was gemacht.“ (Führungskraft zum MA) „Ja, ich hab’s gemerkt.“ 7. Das Tool ist uns auch ein Fortbildungs-Controlling. *) 8. Ziel im Gespräch ist ein wechselseitig realistisches Bild zu bekommen. Und bei Lücken im Können, etc. Unterstützung anzubieten bzw. gemeinsam nach Lösungen Ausschau zu halten.
Sonderheiten:In absoluten Ausnahmefällen werden die Differenzen sichtbar, die dann aufzeigen, dass die Wege auseinandergehen. Doch auch hier bringt das System eine große Stresserleichterung und erleichtert ein respektvolles Trennungsgespräch.
Exzerpt zum Interview über MAG 4.0 / Methode: time2talk

Das time2talk-System „ist ein super Mittel für den SB-FB-Abgleich und verbessert gleichermaßen unsere Effizienz wie auch die Transparenz. Und wir sind bereit stets dazu zu lernen.“ (Zitat des ehem. geschäftsf. Gesellschafters der KMU)

Sondersituation bei Auszubildenden

Ergänzend zum MAG werden Mitarbeiter in der Ausbildung für ein paar Wochen ins Ausland gesandt zu Geschäftspartnern, Kunden, Lieferanten, etc.

Sie können frei entscheiden, ob sie nach dieser beruflichen Entsendung noch im jeweiligen Land Urlaub machen möchten.

Nach der Rückkunft ist es üblich, dass der Mitarbeiter vor versammelter Belegschaft einen Vortrag zu seinen Eindrücken hält.

Ziel dieses durchaus aufwendigen Procederes, die interkulturelle Kompetenz beim Mitarbeiter zu erhöhen, ein Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen zu gewinnen und Inspirationen ins Unternehmen zu tragen (im Rahmen der Unternehmensversammlung).

*) Nach jeder Mitarbeiter-Fortbildung ist die Führungskraft angehalten den Mitarbeiter zu bitten, drei konkrete to do’s zu benennen, in denen sich der Mitarbeiter verbessern möchte.

In jedem Mitarbeitergespräch kommt alsdann auch immer die Frage, welche der guten Vorsätze wie bereits gediehen sind?

Fragen im Feedbackgespräch sind im Weiteren:

● war die Veranstaltung eine Bereicherung (persönliche Zufriedenheit)?

● konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden?

● welche Erkenntnisse möchte der MA in seinen Arbeitsprozess integrieren, bzw. welche Veränderung/en ist/sind geplant?

SIRIS® Systeme GmbH & Co. KG

Ziegelstraße 2, D-88214 Ravensburg

Tel. +49(0)751-79110-11

E-Mail: schaetzlein@siris-systeme.de

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